12.04.2019 – Als Teil der Berlin Energy Week richtete der BEN zum zweiten Mal das Urban Energy Forum (UEF) aus. Zu dem Thema „Peer-2-Peer Business Solutions“ meldeten sich rund 250 Interessentinnen und Interessenten aus über 50 Ländern an.

Zu Beginn begrüßte Staatssekretär Christian Rickerts die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Vertreter der Senatsverwaltung auch in diesem Jahr mit einem Grußwort. Das Forum selbst unterteilte sich in zwei inhaltliche Blöcke. Am Vormittag standen die neuen Akteure im Peer-2-Peer Bereich und deren Geschäftsmodelle im Fokus. Unter der Moderation von Karsten Wiedemann (Energate) nutzten Startups, Industriegrößen, Windparkbetreiber und Energiedienstleister das Forum, um unterschiedliche Geschäftskonzepte vorzustellen und Erfahrungen auszutauschen. Vor allem Startups nutzen Peer-2-Peer Technologien schon heute erfolgreich, um das Potential neuer Kundengruppen zu heben und Energienutzung lokaler und effizienter zu machen. Aber auch etablierte Konzerne haben das Potential der neuen Lösungen längst erkannt und arbeiten daran, diese in bestehende Strukturen einzubinden. Partnerschaften zwischen Startups und den etablierten Unternehmen sind daher für beide Seiten eine gute Möglichkeit, die Anwendung neuer Technologien auf weitere Bereiche auszuweiten.

Der Nachmittag lenkte die Aufmerksamkeit auf die strukturellen und regulatorischen Hürden für die Umsetzung von Smart Energy Grids. In den Diskussionen wurde deutlich, dass die Einschätzungen der richtigen technischen Wege spürbar variieren – etwa hinsichtlich der Rolle der Blockchain-Technologie. Gleichzeitig konnte gezeigt werden, dass Länder- und Kontinente übergreifend eine Vielzahl von Akteuren daran arbeiten, auch das Stromsystem fit für die Anforderungen der neuen Energiewelt zu machen.

Das hohe Interesse und inhaltsstarke Debatten haben gezeigt, dass das UEF mit dem Fokus auf die Energiewende im urbanen Raum eine wichtige Ergänzung der Berlin Energy Week darstellt. Das BEN-Team dankt allen Referentinnen und Referenten, Moderatorinnen und Moderatoren, sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmer, und freut sich auf das kommende Jahr.