Im Hello Water Showroom und in den Räumlichkeiten der Ideenwerkstatt InfraLab, beide auf dem EUREF-Campus in Berlin ansässig, kamen diese Woche 17 Startups und Startup-Programme auf Initiative von DWR eco zusammen, um gemeinsam mit Dr. Simone Peter, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Dieter Janecek MdB, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion im Deutschen Bundestag über die Herausforderungen in der Gründerszene zu diskutieren.  In ihrem vor knapp zwei Wochen beschlossenen Wahlprogramm wird die ökologische Modernisierung in der Wirtschaft als ein zentrales Anliegen der Grünen positioniert. Die Grünen plädieren für Planungssicherheit und Impulse für nachhaltige Investitionen um Kreativität und Erfindergeist frei zu entfalten. Für eine erfolgreiche Umsetzung fordern die Grünen eine ökologische Finanz- und Steuerreform, Infrastrukturmaßnahmen, sowie eine neue, entbürokratisierte Rechtsform. Moderiert wurde die Veranstaltung von unserem Geschäftsführer David Wortmann.

Ähnliche Forderungen äußerten auch die Vertreter der Startups im Austausch mit Dr. Simone Peter und Dieter Janecek. So ist der Bürokratieabbau ein Grundanliegen der Gründerszene, genauso wie die Bereitstellung von Fördermitteln (auch im Bildungsbereich), sowie ein Justiz- und Verwaltungssystem, das den technischen Möglichkeiten und Herausforderungen entspricht, unter anderem im Hinblick auf Datenschutz und Patente. BEN-Geschäftsführer, David Wortmann, sieht auch die Chancen, Berlin weiter zu einem der wichtigsten Gründerzentren der Cleantech-Branche weiter zu entwickeln: „Anders als das Silicon Valley haben wir besonders im Hardware-Bereich und in der Kombination zwischen Hardware- und Software große Wettbewerbsvorteile, die insbesondere auch im hohen technischen Know-how der deutschen Gründerszene begründet sind.“

Geeignete Rahmenbedingungen sind essenziell für die erfolgreiche Umsetzung von disruptiven Geschäftsideen und eine dynamische Weiterentwicklung der deutschen Startup-Szene. Der Startup Roundtable bot der Cleantech-Gründerszene die Gelegenheit mit der Politik über Herausforderungen und Wünsche zu sprechen, auch im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl, um genau diese Bedingungen zukünftig zu schaffen. Mit dabei waren: Climate-KIC, Coolar, Door2Door, Graforce, GreenPack, InfraLab Berlin, InnoEnergy, Messhelden/ aventies, Milk the Sun, MINT Engineering, morEnergy, OneShore Energy, SecondSol, Thermondo, UBER, Ubitricity, Unu und Zolar. Die Politik kann zwar den Rahmen und die Ziele setzen, aber die Umsetzung muss auf Unternehmerebene und durch die Verbraucher erfolgen. Die Gründer waren sich einig, dass die Cleantech-Startups mit ihren disruptiven Geschäftsmodellen in einem gesamtgesellschaftlichen Auftrag handeln, von dessen Investitionen auch noch die zukünftigen Generationen profitieren werden. Daher gilt es, genau diese Impulsgeber und Innovationskräfte zu fördern. Dazu möchten die Grünen in der nächsten Legislaturperiode einen Beitrag leisten.