Stadtwerke wachsen in allen Geschäftsfeldern deutlich

Mit der Installation von gut 4 Megawatt (MW) Solarleistung, der Errichtung eines Windparks mit 31 MW, einem Umsatz von 125 Mio. Euro und der Gewinnung von fast 6.000 neuen Ökostrom-Kunden war 2020 das bislang erfolgreichste Jahr der Berliner Stadtwerke, wie die Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe heute bilanzierte.

Die Berliner Stadtwerke haben in den letzten fünf Jahren die meisten Solaranlagen auf Berliner Dächern errichtet. Der landeseigene Ökostrom-Produzent hat mit inzwischen rund 210 Anlagen (Januar 2021) etwa 40 Prozent aller in der Stadt gebauten Solarleistung installiert, bis dato 16,3 MW, davon allein mehr als 4 MW im Jahr 2020. Dazu gehören neben den sogenannten Bezirkspakten, bei denen der Bau von Solaranlagen gebündelt wird, auch Mieterstrom-Projekte. Auch hier finden Erzeugung und Verbrauch am selben Ort statt. Mieter:innen können damit nachhaltige Energie beziehen und auch noch Geld sparen. Rund ein Viertel dieser ökologischen Mieterstrom-Projekte bundesweit gehen auf das Konto der Berliner Stadtwerke. Daneben sind 49 Anlagen für bezirkseigene Liegenschaften in neun Berliner Bezirken entstanden. Auch auf vielen landeseigenen Schulen, Universitäten, Feuer- und Polizeiwachen und anderen öffentlichen Gebäuden gibt es Stadtwerke-Solaranlagen.

Eines der größten deutschen Windparkprojekte erfolgreich realisiert

Wachsende Bedeutung erfährt für die Stadtwerke die Nutzung der Windkraft. Mit der Fertigstellung eines der aktuell größten deutschen Windparks in der Nähe von Bernau auf überwiegend stadteigenen Flächen, haben die Stadtwerke aktuell rund 51 MW Leistung in 13 eigenen Anlagen sowie einer Windparkbeteiligung am Netz. Der Bau weiterer Windräder mit rund 17 MW erfolgt noch 2021 im Süden Berlins. Weiteres Wachstumsfeld der Berliner Stadtwerke ist die nachhaltige Quartiersentwicklung. So werden sie die auf dem Areal des stillgelegten Flughafens Tegel entstehende Urban Tech Republic sowie das benachbarte Schumacher Wohnquartier mit einem innovativen Nahwärme-Niedertemperaturnetz versorgen. Dieses Konzept sieht vor, dass Nutzer zugleich auch Einspeiser sein können – sowohl für Wärme als auch für Kälte. In anderen Neubau- und Modernisierungsvorhaben der Stadt wie etwa auf dem ausgedehnten Polizeigelände an der Friesenstraße in Kreuzberg engagieren sich die Stadtwerke durch den Bau umweltfreundlicher Blockheizkraftwerke, teilweise auch in Kombination mit Solartechnik zur Eigenstromversorgung.

Treiber der Energiewende durch Projekte für das Land und seine Gesellschaften

„Ob in Gestalt der solaren Bezirkspakete, über die Mieterstrom-Plattform mit den großen Wohnungsbaugesellschaften, durch Dienstleistungen für die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH oder Kooperationen mit Hochschulen oder anderen Landesunternehmen wie BSR und BVG – wir treiben die Energiewende durch viele Projekte für das Land Berlin voran“, sagt Geschäftsführerin Dr.-Ing. Kerstin Busch. 28,3 Mio. Euro habe das Unternehmen im letzten Jahr investiert, von 2021 bis 2026 seien weitere Investitionen in Höhe von rund 122,4 Mio. Euro geplant. 32.800 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid würden bereits heute insgesamt durch das Engagement des Unternehmens vermieden. Co-Geschäftsführer Andreas Schmitz ergänzt, dass die Stadtwerke seit 2020 auch für die Strombelieferung des Landes Berlin verantwortlich sind. „Berlin ist damit unser größter Kunde. Aber jeder einzelne der inzwischen rund 22.000 Privathaushalte, die berlinStrom – unseren regionalen Ökostrom – beziehen, ist uns genauso wichtig.“ Allein 2020 konnten etwa 6.000 Haushalte neu gewonnen werden.

Das Unternehmen hat 45 Beschäftigte.

Foto: Mathias Völzke

 

Foto: Mathias Völzke

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Foto: BVG/Oliver Lang

Foto: Benjamin Pritzkuleit

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