Auf einem Feld bei Großbeeren, etwa 25 Kilometer südlich des Berliner Alexanderplatzes, errichtet BEN-Mitglied Berliner Stadtwerke in diesen Tagen einen aus drei Hochleistungsanlagen bestehenden Windpark mit einer Gesamtleistung von 17,1 Megawatt.
Die auf Grundstücken u. a. der Berliner Stadtgüter bis Februar wachsenden drei Türme des deutschen Herstellers Nordex haben es in sich: Sie messen bis zur Flügelspitze 180 Meter, wobei die an der Turmspitze in 105 Metern angebrachten Rotorblätter einen Durchmesser von 149 Metern bestreichen. Das bedeutet hier bei etwa 20 Meter weniger Höhe gegenüber vielen bisher gebauten Anlagen einen rund 30 Meter größeren Rotordurchmesser. Diese Windanlagen der neuesten Gene-
ration haben damit einen deutlich höheren Ertrag als Modelle, die noch vor kurzer Zeit Stand der Technik waren.
Die Berliner Stadtwerke investieren in den neuen Windpark rund 17. Mio. Euro. Allein die drei neuen Anlagen können Ökostrom für etwa 14.000 Haushalte erzeugen und so den regionalen CO2-Fußabdruck um jährlich rund 13.000 Tonnen entlasten.
„Wir haben mit unseren bald 16 eigenen Windrädern plus einer Beteiligung an einem Windpark dann mehr als 68 Megawatt Windkraft-Leistung am Netz, womit wir rund 56.000 Haushalte versorgen können“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführerin Dr.-Ing. Kerstin Busch. Mit Blick auf die mehr als fünfjährige Prüfungs- und Genehmigungsphase im Vorfeld des Baus und angesichts des klimapolitisch notwendigen höheren Ausbautempos spricht sie sich für deutlich schnellere Verfahren aus.
Mittlerweile bestünden gute und für alle Seiten akzeptable Regelungen. Für diesen Windpark wurden z.B. alle Festlegungen etwa über Abstandswerte und zur Partizipation der Kommune Stahnsdorf einvernehmlich in einem städtebaulichen Vertrag geregelt.
Last, but not least: Die drei neuen Windräder stehen in Sichtweite der Berliner Justizvollzugsanstalt Heidering, auf deren Dächern bereits eine ca. 1 MW große, ebenfalls von den Berliner Stadtwerken errichtete, Solaranlage regenerativen Strom erzeugt.