Anschließend an unseren Themenmonat Elektromobilität steht im Februar die Solarenergie im Fokus der BEN Social Media Kanäle. Wir stellen euch aktuelle Meldungen und Projekte der BEN-Mitglieder rund um das Thema Solarenergie vor.

Für Vorschläge zukünftiger Themen, Anmerkungen und Ideen meldet euch bei Nicole Hiltl (nhiltl@bbenergynetwork.de) oder Janina Kloß (assistenz@bbenergynetwork.de). Wir freuen uns auf Euer Feedback.

Solarenergie kann auf zwei Arten genutzt werden: Bei der Solarthermie wird Flüssigkeit in Solarkollektoren erwärmt. Bei der Photovoltaik (PV) wird die Strahlung der Sonne direkt in elektrische Energie umgewandelt. Solarzellen bestehen aus einem Halbleitermaterial (meist Lithium), das unter dem Einfluss von Sonnenlicht Elektronen in Bewegung setzt und damit Strom erzeugt.

So viel Strom aus Erneuerbaren wie nie zuvor

Im Jahr 2020 war der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen so groß wie nie zuvor. Der Bundesnetzagentur zufolge lag der Anteil erneuerbarer Energien bei 49,3 Prozent (Quelle BNetzA). Das Fraunhofer ISE hat in seiner Jahresauswertung sogar einen Anteil von 50,5 Prozent erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung ermittelt – erstmals lagen sie damit vor den konventionellen Energiequellen.

Mit 9,7 Prozent am Gesamtverbrauch machte Energie aus PV-Anlagen einen wichtigen Bestandteil aus. Die maximale Solarleistung im Jahr 2020 wurde am 01.06.2020 um 13 Uhr mit etwa 37,25 Gigawatt erreicht, das waren 56 Prozent der gesamten Stromerzeugung zu diesem Zeitpunkt. Von März bis September war die monatliche Stromerzeugung von Photovoltaik-Anlagen höher als die von Steinkohlekraftwerken (Quelle ISE).

Sonnenenergie ist kostenlos, uneingeschränkt und unbegrenzt verfügbar

Der größte Vorteil der Sonne als Energiequelle ist, dass sie kostenlos, uneingeschränkt und unbegrenzt zur Verfügung steht. Solarstrom ist daher die billigste Energiequelle der Welt und massenverfügbar. Der steigende Anteil von PV an der gesamten Stromerzeugung lässt sich zudem durch die sinkenden Kosten der Anlagen und ein stärkeres Bewusstsein für die Nutzung erneuerbarer Energien begründen.

Passend zu diesem Thema ging es in einer Folge des “Let’s Talk Change”-Podcast um die Zukunft des Solarsektors. Doreen Rietentiet sprach dazu mit Jonathan Gifford und Mark Osborne. Die ganze Folge gibt es hier.

Anteil der Photovoltaik an der Bruttostromerzeugung in Deutschland in den Jahren 2002 bis 2020 (Quelle Statista).

Durch seinen dezentralen, flächigen Charakter kommt die Stromerzeugung durch PV der Netzsicherheit entgegen. Außerdem ist die Menge des durch PV produzierten Stroms dank verlässlicher nationaler Wettervoraussagen sehr gut planbar und kann demnach im Stromverbrauchs- und -erzeugungsplänen einberechnet werden.

Die in Deutschland installierte PV-Leistung setzt sich zu ca. drei Vierteln aus Dachanlagen und einem Viertel aus Freiflächenanlagen zusammen. Grundsätzlich ist es wünschenswert, auch weiterhin einen möglichst großen Anteil der benötigten PV-Anlagen auf Dächern zu installieren, um die zusätzliche Flächeninanspruchnahme gering zu halten (Quelle UBA).

Dem Fraunhofer ISE zufolge gibt es auch beim zukünftigen Ausbau von PV-Anlagen genügend Flächen. Ein großer Teil der versiegelten Siedlungsflächen ließe sich mit PV-Modulen überdachen. Weiteres Potenzial bieten Lärmschutzwände, ausgesuchte Verkehrsflächen und perspektivisch die Dächer von
Elektrofahrzeugen (Quelle Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland).

Potentielle Anwendungen für die Integration von Photovoltaik (Quelle Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland).