5 Pitches – 1 Wahl – Im Vorfeld der Bundestagswahl hat das Publikum unseres BB- Energy Talk das überzeugendste energie- und umweltpolitische Konzept aus fünf verschiedenen Parteien gewählt. Als Sieger ging die SPD hervor.

Bei unserem BB-Energy Talk am 11. September 2017, den wir gemeinsam mit der IHK Berlin und dem Netzwerk Die Kreislaufwirtschaft veranstaltet haben, „pitchten“ Lisa Paus (MdB, Bündnis90/Die Grünen), Stefan Evers (MdA, CDU), Uwe Witt (Energiereferent, Die Linke), Henner Schmidt (MdA, FDP) und Klaus Mindrup (MdB, SPD) ihr energie- und umweltpolitisches Programm vor Fachpublikum. Direkt im Anschluss wählten die anwesenden KMUs, Startups und etablierten Energie- und Umweltunternehmer per Smartphone Ihren jeweiligen Favoriten.

Die Pitches offenbarten einige Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede zwischen den energie- und umweltpolitischen Vorstellungen der Parteien. Einig war man sich bei der Forderung nach einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Bei der konkreten Ausgestaltung, etwa bezüglich des Ausbaudeckels, gingen die Meinungen allerdings auseinander. Die SPD verwies darauf, dass der Ausbau bezahlbar bleiben müsse und dass sich das Ausschreibungssystem vor diesem Hintergrund trotz anfänglicher Skepsis bewährt habe. Auch beim Thema Kohleausstieg lagen die Unterschiede in den Details. So wollte die CDU – anders als etwa die Grünen – kein festes Ausstiegsdatum benennen. Die Linke betonte, dass das Thema Sektorkopplung erst in vielen Jahren relevant werden würde und empfahl, zunächst auf Forschung und Entwicklung zu setzen. Beim Thema Netzausbau forderte die FDP diesen auf das notwendige Maß zu beschränken und Stromangebot und -nachfrage verstärkt dezentral auszugleichen. Dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos maßen alle Parteien eine hohe Bedeutung zu.

Nach den zehnminütigen Pitches der Politiker/innen gab es noch eine rege Diskussion mit Fragen aus dem Publikum, u.a. zur Zukunft der Bioenergie und zur konkreten Ausgestaltung eines Kohleausstiegs.

Wahlergebnis

Bei der abschließenden Abstimmung konnte das Publikum per Smartphone das überzeugendste Konzept wählen. Das nicht repräsentative Ergebnis: die SPD belegte den ersten Platz mit einem Stimmanteil von 35,9%, gefolgt von Bündnis 90/Die Grünen mit 28,21%. Auf dem dritten Platz fand sich die FDP mit 20,51% wieder. Etwas abgeschlagen folgten Die Linke mit 5,13% und die CDU mit 2,56%. 7,69% der Gäste enthielten sich.